Im Filmtheater am Friedrichshain fand der 33-minütige Actionthriller zum 62. Jahrestag der Berlin Airlift* nun seine ersten offiziellen Kinozuschauer.
Dazu gehörten neben den Darstellern wie Gedeon Burkhard, David Gant und Bela B. natürlich auch sämtliche Macher und Unterstützer des Films sowie
US-Botschafter Philip Murphy.
Der außergewöhnliche Kurzfilm „Bridges“ vereint nicht nur historische Story mit modernem Stil und filmkünstlerischem Geschick – nicht weniger bemerkenswert
liest sich auch die Castingliste. Als Filmheld „Captain Saul Bridges“ bereichert Gedeon Burkhard, bekannt aus der Serie „Kommissar Rex“ oder jüngstens
„Inglourious Basterds“, das Filmprojekt. UK-Schauspieler David Gant, der bereits in „Braveheart“ glänzte, „Die Ärzte“-Schlagzeuger Bela B. oder Nike Martens
komplettieren das begabte Schauspielerensemble.
Online und ColorCorrection in den FrogFish Studios
FrogFish übernahm für dieses Projekt die komplette Finalisierung des Films – so fungierte FrogFish nicht nur als relevante Schnittstelle für die
Datenbeschaffung, das korrekte Handling und die Bewerkstelligung des 3 Terrabytes großen Datenvolumens auf unseren Server- und Raidsystemen, sondern übernahm
sogleich das finale Color Grading, das Onlinen im FinalCut Studio und die finale premierenfähige Ausspielung. Als erstes Filmprojekt dieser Größenordnung,
dem eine solche öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wird, war FrogFish besonders gefordert und engagierte sich wie gewohnt sehr für eine gute Koordination der
Artists und Workflows.
Mittels der professionellen technischen Ausstattung konnte jedoch auch das erfolgreich gemeistert werden. Die Farbkorrektur wurde in der FrogFish-eigenen
ColorCorrection Suite mit Hilfe von „Color“ durchgeführt, das zum FinalCut-Studio-Paket gehört. Unterstützt durch JLCooper's neue Eclipse-CX und CX Midnight,
eine voll integrierte Colorgrading Bedienkonsole für den Einsatz bei Farbkorrektur- und Videoschnittsystemen. Dieses System verfügt über eine vollständige Palette
von Bedienelementen und lässt sich über die mitgelieferte Software individuell konfigurieren und auf die Bedürfnisse des Coloristen anpassen.
Als Herausforderung galt die straffe Organisation und Kommunikation in dieser aufwendigen Produktion für ein optimales Zusammenspiel der vielen
mitwirkenden Departments. Dabei musste im Vorfeld der Workflow für das finale ColorGrading ermittelt und getestet werden, um einen reibungslosen Ablauf bei
knappen Deadlines zu ermöglichen. Um den vielen Effektshots und deren Übersicht Herr zu werden, griff das FrogFish-Team erneut auf sein büroeigenes Projektmangagement-Tool
und schaffte so bei dem regelmäßigen Austausch der Daten die Übersicht zu behalten.
Für Sound- und Bildertests kam unser inHouse-„Kino“ zum Einsatz: Ein 2K-Apspielsystem, 5.1 Studiomonitoring und ein HD Projektor mit echtem Schwarz
(Kontrast 40.000:1) gaben uns ein ideales kinoähnliches Flair und dem Regisseur sowie dem Produzenten einen guten Vorgeschmack!
Postproduktion
Bridges ist eine Co-Produktion von Warnuts Entertainment, Morro Images,
ARTE und RBB, den Havelstudios Berlin, Ziegler Film sowie Catherine Ackermann.
Das in Potsdam-Babelsberg ansässige Animationsstudio Morro Images, dessen Referenzliste mit zahlreichen namhaften Projekten glänzt, übernahm auch gleichzeitig
die visuelle Umsetzung der 2D / 3D Effekte sowie der kompletten CGI. Hierfür haben wir Euch einen Link
mit wunderbaren Beispielen zur Entstehung des Films beigefügt. Dieser basierte einerseits auf der Comicvorlage, andererseits auf den gezeichneten Sets und Objekten von Dr. Stephan Warnatsch.
Historie mal anders
Die selbsternannte living graphic novel greift die historischen Umstände des Zweiten Weltkrieges auf und stellt den Piloten eines amerikanischen Bombers,
Captain Saul Bridges, in den Mittelpunkt. Dieser wird kurz vor Kriegsende von dem kleinen stummen Lukas (Kim Quint) und seiner 16-jährigen Schwester Traute (Nike Martens;
bekannt aus der RTL-Serie „Unter uns“), die ihn verstecken und versorgen, vor dem sicheren Tode bewahrt. Drei Jahre später, als die Versorgung Berlins über die Luftbrücke über die
legendären Rosinenbomber erfolgt, kehrt Bridges als Pilot eines solchen an jenen Schauplatz zurück, den er selbst im Krieg bombardieren musste und an dem ihm das verwaiste Geschwisterpaar
das Leben rettete. Eben diese sind nun selbst in Gefahr, da sie in kriminelle Schwarzmarktaktivitäten verstrickt sind und von einem ehemaligen SS-Schergen bedroht werden. Ein gefährliches
Spiel beginnt, welches einer der Akteure schließlich mit seinem Leben bezahlen muss…
Nicht zuletzt leistet dieser Film auch ein Stück Erinnerungsarbeit, bestätigt auch Produzent Florian Frerichs die Intention des Films: „Sie bombardierten Berlin. Wir waren wie Erzfeinde und nur
drei Jahre später kommen sie zurück um die Stadt vor einer anderen Diktatur zu retten. Ich denke, diese Erinnerung ist meiner Generation verloren gegangen. Ich bin 27 Jahre alt und ich denke,
dieses historische Ereignis sollte im Gedächtnis bleiben.“
Im Gedächtnis bleiben wird dieser Film ganz sicher. Die Besonderheit: Bridges schafft eine neuartige Kombination aus realen und
grafischen Elementen: Alle Hintergründe wurden in mühevoller Arbeit handgezeichnet und anschließend animiert. Alle Darsteller wurden
vor Greenscreen mit dem revolutionären Kamerasystem RED One aufgenommen und anschließend in die Hintergründe integriert. Akribisch
wurde an jeder Einzelheit gefeilt; jede Einstellung, jeder Effekt, jeder Schatten scheint detailverliebt gesetzt und schafft ein stimmungsungsvolles
Gesamtbild.
Die Prominenz war schnell überzeugt
Nicht umsonst zeigten sich die prominenten Schauspielgrößen schnell begeistert von Drehbuch und Storyboard. Mehr als 60 Personen waren insgesamt in die
Realisierung des Projekts involviert, das auf den Zeichnungen von Historiker Dr. Stephan Warnatsch (Warnuts Entertainment) basiert. „Nachdem mir Florian
und Stephan erzählt haben, was ihre Ideen sind und dass das Ganze vor Greenscreen gedreht werden wird, war ich Feuer und Flamme, weil es für mich auch in
dieser Dimension etwas Neues war“, so Gedeon Burkhard behind the scenes.
Das junge Warnuts-Team rund um Florian Frerichs, Stephan Warnatsch, Urs Remond und Miguel Angelo Pate versteht es, eine angenehme Setatmosphäre zu
schaffen und verschreibt sich mit größter Leidenschaft und Ehrgeiz dem Projekt.
Diese Verbundenheit bestätigt auch Regisseur Miguel Pate im Interview mit negativ-film.de:
„Schnell war klar, wir drei haben die gleichen größenwahnsinnigen Ideen im Kopf. Florian hatte dann die Idee einen Film Noir in Berlin zu drehen. Mit Stephan zusammen
hat er ein Drehbuch entwickelt. Eines Tages stand Florian bei mir im Zimmer und fragte mich, ob ich Regie machen will. Ohne das Drehbuch zu lesen sagte ich "Ja". Ich
wollte es einfach machen.“ Pate komplettiert das Team mit kompetenter Erfahrung, die er als Assistent Director bei einigen Meistern wie Wright, Snyder, Rodriguez,
Spielberg, Zemeckis, Bay und Wachowski vertiefen konnte. Auch Florian Frerichs lobt die
Zusammenarbeit sehr, weil Pate sehr visuell sei und sehr visuell denke.
„Das Besondere an der Arbeit mit jungen Filmemachern ist ihre Begeisterung für die Sache. Ein Element des Filmemachens ist es ja, aus Konventionen auszubrechen. Das Drehbuch ist wundervoll.
Und auch die Machart des Films- das Rotoskopieren, die Greenscreens… Sie hatten zum damaligen Zeitpunkt alles bereit: Drehbuch, Storyboard, einfach alles um es mir zu zeigen. Und das ist toll,
weil man mit Leuten zu tun hat, die wissen was sie tun“, zeigte sich auch David Gant begeistert. Er spielte bereits in hochkarätigen Verfilmungen wie Braveheart, Johanna von Orleans, Aristocrats
oder der oscargekrönte Gandhi (1982).
Weltpremiere im Filmtheater am Friedrichshain
Auch die Weltpremiere, die am Donnerstag, den 12. Mai 2011 im Filmtheater am Friedrichshain gefeiert wurde, wartete mit prominenten Besuchern auf. Philip Murphy, der seit 2009 als US-Botschafter
in Berlin tätig ist, gratulierte dem Film-Team höchstpersönlich und bekräftigte in einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Luftbrücke: „The will to be free and to stand together as friends, that
is the legacy of the Airlift and that is what this film is all about“. Die US-Botschaft fungierte neben der Checkpoint Charlie Stiftung, dem Alliiertenmuseum und der medienboard Berlin-Brandenburg
GmbH als Partner des Projekts.
* Hintergrund: 1948/49 kam Gail Halvorsen auf die Idee, Süßigkeiten an aus Taschentüchern gebastelten kleinen Fallschirmen über Berlin abzuwerfen. So entstand der Name „Rosinenbomber“.
Kurz darauf beteiligten sich auch alle anderen Air-Force-Piloten an der „Operation kleine Verpflegung“. Vielen Berlinern retteten die Care-Pakete damals das Leben. Insgesamt waren rund 2,3 Mio.
Tonnen Fracht über den Luftweg nach Berlin gelangt. Zum 60. Jahrestag am 12. Mai 2009, der diese Aktion der Menschlichkeit im
Zuge einer Festivität am Flughafen Tempelhof würdigte, warf Gail Halvorsen ein letztes Mal einen „Candy-Drop“ aus einem „Rosinenbomber“ über dem Tempelhofer Flugfeld ab.
FrogFish hält euch selbstverständlich über den Film auf dem Laufenden und füttert euch auch weiterhin mit den News!
Mehr Infos und Bilder zum Film findet ihr auch
in unseren Referenzen sowie auf
unserer
FrogFish-Facebookseite.
Weiterführende Links:
Die Webseite von Warnuts Entertainment
Die Webseite zum Film
Die Making Of-Seite
Interview mit Regisseur Miguel Pate
Morro Images
Pressemitteilung zur Uraufführung
Filmbesprechung auf negativ-film.de
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